Ler­nen im Pro­zess der Arbeit

Unser For­schungs- und Arbeits­feld „Ler­nen im Pro­zess der Arbeit“ rich­tet den Blick auf Lern­for­men, die unmit­tel­bar in Arbeits­si­tua­tio­nen statt­fin­den. Im Zen­trum steht die Fra­ge, wie Beschäf­tig­te durch rea­le Arbeits­auf­ga­ben und aktu­el­le beruf­li­che Her­aus­for­de­run­gen kon­ti­nu­ier­lich ler­nen und ihre Kom­pe­ten­zen wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen.

Wir ver­ste­hen Ler­nen als inte­gra­len Bestand­teil der Arbeit. Dabei ver­bin­den wir bewusst infor­mel­le und for­ma­le Lern­pro­zes­se. Infor­mel­les Ler­nen – etwa durch „Lear­ning by Doing“, kol­le­gia­len Aus­tausch oder situa­ti­ves Pro­blem­lö­sen – erfolgt häu­fig impli­zit und ohne fes­ten Rah­men. Es bil­det die Grund­la­ge für Erfah­rungs­wis­sen. For­ma­le Lern­an­ge­bo­te ergän­zen die­se Pro­zes­se gezielt und struk­tu­rie­ren den Kom­pe­tenz­auf­bau.

Ein beson­de­rer Fokus liegt auf der Kom­pe­tenz­ent­wick­lung. Kom­pe­ten­zen zei­gen sich nicht aus­schließ­lich durch Wis­sen oder Fähig­kei­ten, son­dern vor allem in der Fähig­keit, die­ses Wis­sen in neu­en und kom­ple­xen Situa­tio­nen hand­lungs­wirk­sam ein­zu­set­zen. Sie sind eng mit indi­vi­du­el­len Wer­ten und Ziel­set­zun­gen ver­knüpft und bil­den die Grund­la­ge für sou­ve­rä­nes und ver­ant­wor­tungs­vol­les Han­deln im Arbeits­kon­text.

Bei der Gestal­tung lern­för­der­li­cher Arbeits­um­ge­bun­gen set­zen wir auf den Betrieb als „sozia­len Ort“, in dem auch gelernt wird. Neben einer „klas­si­schen“ Pro­zess- und Metho­den­ge­stal­tun­gen zur Unter­stüt­zung von Ler­nen set­zen wir auch auf inno­va­ti­ve Ansät­ze wie Gami­fi­ca­ti­on und Serious Games, die Lern­pro­zes­se aktiv unter­stüt­zen. Lern­räu­me ver­ste­hen wir dabei sowohl ana­log als auch digi­tal: So ermög­li­chen digi­ta­le Lern­platt­for­men zeit- und orts­un­ab­hän­gi­ges Ler­nen in kom­pak­ten Ein­hei­ten („Lear­ning Nug­gets“), die direkt in die Anwen­dung füh­ren. Gemisch­te Teams und struk­tu­rier­te Onboar­ding-Pro­zes­se för­dern den Wis­sens­trans­fer zwi­schen erfah­re­nen und neu­en sowie digi­tal-affi­nen und weni­ger affi­nen Mit­ar­bei­ten­den. Ergän­zend tra­gen Schu­lun­gen und sys­te­ma­ti­sches Wis­sens­ma­nage­ment dazu bei, orga­ni­sa­ti­ons­spe­zi­fi­sches Wis­sen sicht­bar zu machen, zu sichern und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Ziel ist es, für Orga­ni­sa­tio­nen einen ganz­heit­li­chen Ansatz zu ent­wi­ckeln, der Ler­nen, Arbei­ten und Kom­pe­tenz­ent­wick­lung wirk­sam mit­ein­an­der ver­bin­det.