Der Mensch im Mit­tel­punkt von Digi­ta­li­sie­rung und KI

In unse­rem For­schungs- und Arbeits­feld „Mensch­zen­trier­te Digi­ta­li­sie­rung und KI“ unter­su­chen wir, wie digi­ta­le Tech­no­lo­gien und KI so gestal­tet wer­den kön­nen, dass sie Men­schen in ihrer Arbeit sinn­voll unter­stüt­zen und ihre Selbst­wirk­sam­keit im Umgang mit digi­ta­len Arbeits­mit­teln stär­ken. Im Fokus steht eine wech­sel­sei­tig ergän­zen­de Zusam­men­ar­beit von Mensch und Maschi­ne, die an den Stär­ken mensch­li­chen Den­kens und Han­delns anknüpft und die Ent­schei­dungs­au­to­no­mie des Men­schen bewusst in den Blick nimmt.

Wir befas­sen uns mit den Vor­aus­set­zun­gen für einen ethisch und sozi­al ver­träg­li­chen Ein­satz von KI, etwa Daten­schutz, Dis­kri­mi­nie­rungs­frei­heit, Trans­pa­renz, Erklär­bar­keit und kla­rer Ver­ant­wor­tungs­zu­ord­nung. Ein beson­de­rer Schwer­punkt liegt auf der sinn­vol­len Arbeits­tei­lung zwi­schen Mensch und Sys­tem im Drei­klang von Mensch, Orga­ni­sa­ti­on und Tech­nik: Digi­ta­le und KI-gestütz­te Arbeits­mit­tel wer­den als inte­grier­ter Teil des Arbeits­sys­tems ver­stan­den und so gestal­tet, dass sie ent­las­ten, unter­stüt­zen und gleich­zei­tig Sinn­haf­tig­keit, Auto­no­mie und Situa­ti­ons­kon­trol­le der Mit­ar­bei­ten­den erhal­ten.

Für uns heißt mensch­zen­trier­te Gestal­tung, dass bei Digi­ta­li­sie­rungs- und KI-Pro­jek­ten zuerst die Bedürf­nis­se, Fähig­kei­ten und Wer­te der Beschäf­tig­ten im Mit­tel­punkt ste­hen. Gleich­zei­tig sol­len die ein­ge­setz­ten digi­ta­len und KI-basier­ten Lösun­gen dazu bei­tra­gen, Pro­zes­se wirk­sa­mer und qua­li­ta­tiv bes­ser zu machen und die Orga­ni­sa­ti­on lang­fris­tig zukunfts­fä­hig zu hal­ten.

Kon­kret umfasst dies Mit­ar­bei­ten­den­par­ti­zi­pa­ti­on, einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Daten, benut­zungs­freund­li­che, an den Arbeits­all­tag anschluss­fä­hi­ge Sys­te­me sowie die geziel­te För­de­rung von AI Liter­acy und digi­ta­ler Selbst­wirk­sam­keit. Mit­ar­bei­ten­de sol­len KI ver­ste­hen, reflek­tiert nut­zen und ihre Mög­lich­kei­ten und Gren­zen ein­schät­zen kön­nen, um digi­ta­le Lösun­gen in ihren Arbeits­kon­text aktiv mit­zu­ge­stal­ten.

Wir adres­sie­ren damit die Her­aus­for­de­run­gen einer sich rasant ver­än­dern­den, ver­netz­ten Arbeits­welt, in der digi­ta­le Sys­te­me immer auto­no­mer wer­den und tra­di­tio­nel­le Rol­len- und Ver­ant­wor­tungs­ver­tei­lun­gen neu aus­ge­han­delt wer­den müs­sen. Zugleich zei­gen wir die Chan­cen einer kon­se­quent mensch­zen­trier­ten Digi­ta­li­sie­rung auf: Sie kann Arbeit ent­las­ten, Kom­pe­ten­zen stär­ken und Orga­ni­sa­tio­nen befä­hi­gen, Ver­än­de­run­gen gemein­sam mit den Men­schen zu gestal­ten.